17.01.2020 Torres del Paine, Chile

7.30 Uhr starteten wir zu einer Wanderung ins French Valley, wovon wir erst 18.30 Uhr völlig erledigt zurückkehrten. Trotz relativ angenehmer Temperaturen gefühlt  zwischen 12 und 15 Grad Celsius macte uns der immer noch sehr starke Wind zu schaffen. Er blies natürlich nicht nur uns fast vom Wanderweg, sondern auch die Regenwolken relativ schnell voran. Als wir eine kurze Mittagsrast einlegten war ein Regenschauer über uns weggefegt, jedoch hatte sich urplötzlich die Temperatur derart abgekühlt, dass wir neben der bereits benötigten Wintermütze auch noch die Handschuhe rausholten. Da bleibt nur noch zu schreiben: Es ist Sommer in Patagonien!

Die Wanderung selbst war wieder mal fantastisch - 18,2 km in fast 7 h! Felix unterhielt sich die ganze Zeit mit unserem Guide und sprintete förmlich vorneweg, dicht gefolgt von Johanna, die sich immer mal nach Micha umdrehte und fragte, ob er denn noch da wäre. ich war dann doch etwas eher am Ende zu finden. Kurz vor Erreichen des Endpunktes der French Valley-Wanderung mußten wir noch eine Hängebrücke queren wobei immer nur ein Wanderer allein diese überschreiten durfte. Drunter rauschte ein Gletscherfluss. Zwischendurch hörten wir auch einen Gletscherabbruch, welcher sich gelöst hatte. Die Stimmung war aufgrund des schnellen Wolkenwechsels und der Regenschauer irgendwie magisch.

16.01.2020 El Calafate, Argentinien -> Torres del Paine, Chile

Endlich haben wir den Nationalpark Torres del Paine am frühen Nachmittag erreicht. Unterwegs fanden wir am Straßenrand etliche Guanaco-Herden mit Jungtieren und einige Nandus. Während Guanacos den Lamas oder Alpacas ähneln, sehen die Nandus wie straußenähnliche Vögel aus.

Das bedeutete heute sehr sehr früh aufzustehen. Deshalb bin ich kurz nach der Ankunft hier allein zu einer ersten Wanderung zum Cuernos Viewpoint bei Windgeschwindigkeiten von 80 - 90 km/h (!) aufgebrochen. Der Wind war so stark, daß ich stellenweise kurz stehen bleiben mußte, da ich nur auf zwei Beinen einen sicheren Stand gegen den Wind hatte. Zwischendurch schwebte der Condor über uns. Condore sind sehr große und schwere Vögel und benötigen einen solch starken Wind, um fliegen zu können. Stürzen sie sich dann auf ihre Beute, ist der Weg frei für den Puma. Dieser findet nämlich Condore ganz schmackhaft. Mir schmeckten heute während der Wanderung eher Calafate-Beeren, die ähnlich den Blaubeeren eine blaue Zunge hinterlassen und sehr aromatisch sind.

15.01.2020 El Calafate, Argentinien

Ein dumpfes, hohles Knacken - und schon hat der Gletscher wieder ein ca. einfamiliengroßen Eisblock gekalbt.

Unser Tag begann heute sehr sehr zeitig. Nach Bus- und anschließender Bootstour kamen wir zur Gletscherzunge des Perito Moreno Gletschers, wo wir mit Helmen und Steigeisen ausgestattet wurden, um dann den Rand des Gletschers zu erklimmen. Uns kam es dennoch vor, als wären wir mittendrin. In ungewohntem Gang stiegen wir auf die Eismassen in einer geführten Tour hinauf. Während Johanna und Felix förmlich rannten, um jede Gletscherspalte zu bestaunen und frisches Gletscherwasser zu testen, sah das bei mir etwas wackliger aus. Steil führte unser Weg 1,5h übers Eis hinauf und herunter. Um in allzu tiefe Gletscherspalten nach unten schauen zu können, wurde jeder aus unserer Gruppe immer von den zwei Guides festgehalten, während man sich nach vorn beugte. Kleinere Gletscherspalten mußten einfach per großem beherzten Schritt bewältigt werden. Es war phämomenal! Am Ende servierte unser Guide noch Whisky in the rocks (natürlich mit frischem Gletschereis).

Per Bus ging es auf dem Rückweg nochmal an einem Ausblick über den Perito Moreno Gletscher vorbei. Auf der weiteren Fahrt nach El Calafate schliefen fast alle Tourengeher tief und fest. Wieder munter und hungrig schauten wir uns am Abend auf der Suche nach einem Restaurant noch El Calafate an.

14.01.2020 Ushuaia, Argentinien -> El Calafate, Argentinien

Paketversand: Ich glaube, wir haben fast 3 h auf der Post zugebracht, um ein Paket mit nicht benötigten Sachen nach Hause zu senden. Die Argentinier kommen mit offenen Paketen zur Postfiliale und der Postbeamte schaut durch. Unter den Augen des Postbeamten wird dann das Paket mit, im benachbarten Schreibwarengeschäft zu kaufendem, Packpapier und Tape umwickelt. Erst dann müssen in unserem Fall die Zollerklärung ausgefüllt und Adress- und Versenderdaten angegeben werden. Wenn man aber noch dazu keinen festen Wohnsitz in Argentinien hat, sondern nur eine bereits nicht mehr gültige Hoteladresse angeben kann, wird es kompliziert. Alles in allem wurde diese Prozedur die ganze Zeit von einem zwar sehr netten, aber nur spanisch sprechenden Postbeamten begleitet. Was würden wir nur ohne ÜbersetzungsApp auf dem Handy machen?!

Danach bummelten wir wieder bis zum Nachmittag durch Ushuaia, um später auf den Flughafen zu fahren und in Richtung El Calafate nordwärts zu fliegen.

Mit El Calafate empfing uns ein relativ neu gebauter Touristenort, der ein bißchen an Wintersportorte in Österreich erinnert. Vom Flughafen aus geht es aber erstmal ewig lang durch steppenartige Landschaft, die von den hohen Andenbergen begrenzt wird. Angekommen in unserem Hotel, wird uns immer deutlicher, daß wir auf völlig ungewohntem Terrain sind. Um noch unser leichtes Hungergefühl gepaart mit starker Müdigkeit zu befriedigen, sind wir noch schnell zum Supermarkt ums Eck gegangen. Naja, Supermarkt oder argentinischer Tante Emma-Laden: Wurst und Käse gibt es jeweils nur 2 Sorten, welche dafür von den Argentiniern vor uns in rauen Mengen gekauft wurden. Die Rinderrücken hängen von der Decke und werden vom anwesenden Schlachter fachmännisch in portionsgerechte Stücke zerlegt. Und die frisch gebackenen Baguettes liegen direkt neben der Kasse zur Selbstbedienung aus. Andere Länder, andere Sitten! Aber muß es immer eine unerschöpfliche Auswahl an Produkten sein, die zur Verfügung stehen? Die Menschen hier kommen mit wesentlich weniger aus, haben dabei aber immer ein Lächeln auf den Lippen.

13.01.2020 Ushuaia, Argentinien

Haushaltstag: Wäschewaschen und Gang zur Post, um weitere Pakete nach Hause zu senden

Wir sind immer noch mit viel zu viel Gepäck unterwegs. Und das, obwohl wir schon 5 Koffer, 2 Paddel und 5 Rucksäcke auf 2 Koffer und 4 Rucksäcke reduziert haben. Insofern wollten wir bei der Post ein Paket kaufen und dieses versenden. Aber erstens hatte die Post die zwar ausgestellte Paketgröße nicht da und zweitens war die Paketannahme bereits geschlossen. Manana!  Also verbummelten wir den gesamten Tag, indem wir mit schweren gepackten Rucksäcken durch sämtliche Geschäfte des Ortes gingen und nach alten Kartons fragten. Bei einem Friseur, einer Apotheke und einem Outdoorladen hatten wir dann Glück. Jetzt packen wir die Rucksäcke in die Kartons um und sehen, welcher am besten passt. Aber vorm Umpacken gilt es auszuruhen, denn Ushuaia liegt eingekesselt vom Meer und mehreren Bergen, wodurch die N-S-Straßen extrem steil sind, während die O-W-Verbindungen parallel zum Berg verlaufen. Nur leider liegt unsere Waldunterkunft hoch oben am Berg und das Zentrum eher weit östlich um den Hafen herum.

12.01.2020 Ushuaia, Argentinien

Eigentlich wollten wir heute mal wieder home schooling durchführen, aber nach den wunderschönen Erlebnissen der letzten Tage brauchten wir eine gehörige Portion Schlaf, sodaß wir die Schulzeit schlichtweg verschliefen. Anschließend forderte mich die Wäsche, die ich seit dem Verlassen von Miami ständig nur per Hand waschen muß, was ungleich länger dauert, als eine Waschmaschine zu bestücken. Micha erfüllt im Anschluß die Funktionen von Schleuder und Trockner.

Unsere derzeitige Unterkunft in Ushuaia buchte ich incl. Frühstück. Als wir ankamen, wurden uns 1,5 Toastbrot, 10 Mini-Portionsstücke Butter, reichlich Marmeladenportionen und ein Töpfchen Streichkäse mit den Worten übergeben, daß das unser Frühstück für die nächsten 3 Tage sei. Naja, 3 Tage sollte es wohl bei 4 Personen nicht reichen - auf jeden Fall ist bereits heute morgen nichts außer der Marmelade mehr übrig. Beim Nachordern (0,5 Toastbrot und weitere 10 Portionsstückchen Butter) wurde mir nochmal deutlich erklärt, daß es wirklich für 3 Tage hätte reichen sollen. Trotzdem ist unsere Unterkunft mitten im Wald wunderschön. 

Irgendwann zwischen 13.00 und 14.00 Uhr starteten wir zu einer vermutlich kleinen Wanderung. Nun ist es gerade nach 20.00 Uhr und wir sind soeben vom Berg zurück. Kleine Wanderung? Unser Weg führte steil bergan durch patagonischen Wald bis zum Martial Gletscher, den wir aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht ganz erreichten. Den wunderbaren teils sehr matschigen Waldweg und die vielen Ausblicke auf Getscher und Ushuaia-Bucht genossen wir dennoch und sitzen jetzt ziemlich geschafft um unseren kleinen Bollerofen in der Unterkunft herum.

(Bild: Lupinen sind in Patagonien nicht endemisch, sondern wurden hierher von den europäischen Siedlern eingeschleppt.)

11.01.2020 Ushuaia, Argentinien

Die letzte Stadt am Ende der Welt ist erreicht - Ushuaia. Mit Tränen in den Augen verabschiedeten wir uns vom Schiffspersonal und anderen Fahrgästen. Als wir im Anschluß noch Ushuaia erkundeten und hin und wieder auf einen der Mitfahrer stießen, gab es ein großes Hallo. Wir insgesamt 126 Fahrgäste waren in den 4 Tagen durch das gemeinsam Erlebte eben ganz schön zusammengewachsen. 

Ushuaia wirkt gegenüber dem chilenischen Punta Arenas und der Einöde Patagoniens wie eine Großstadt.

Uns erdrückt es derzeit, sodaß wir bereits am frühen Nachmittag regelrecht in unser hiesiges Hotel im Wald fliehen. Die Hektik der Zivilisation wirkt derzeit wie ein Schock für uns. Patagonien hing den letzten Tagen ein gewisser Zauber inne: eine fast surreal wirkende Landschaft, die nicht anders als per schwierigen Schiffsweg zu erreichen ist.

 

10.01.2020 Tierra del Fuego, Patagonien -> Ushuaia, Argentinien

Die Spannung erreichte bereits 6.50 Uhr heute morgen ihren Höhepunkt: Kann an Kap Hoorn ausgebootet werden oder nicht? Drei Dinge waren für die Entscheidung des Kapitäns wichtig: Wind, Wellenhöhe und Brandungswelle.

(Bild: Hinter dieser Spitze kommt nur noch die Antarktis)

7.00 Uhr: Ja, es ist möglich! Dieses Mal wurde das Zodiac von mit Wärmeanzügen im Wasser stehenden Menschen gehalten, damit die Brandungswelle es nicht während des Aussteigens der Passagiere wegtreibt. 170 Stufen waren an der Steilküste Kap Hoorns zu erklimmen, um zum Kap Hoorn - Monument zu gelangen. Die Sonne hatte einen blauen Himmel mit dramatischer Bewölkung gezaubert und der Wind pfiff nicht allzu stark. (Die max. Windgeschwindigkeit kurz vorm Anlanden betrug 120 km/h.) Das Kap Hoorn Monument ist ein stilisierter Albatros, der sich als Lücke zwischen den zwei Monumentteilen bei der Betrachtung von einem bestimmten Winkel aus bildet.

Kap Hoorn liegt in einem Nationalpark auf der Insel Hornos, welche jedes Jahr von einer anderen chilenischen Familie bewohnt wird. Dieses Jahr lebt hier die fünfköpfige Familie eines Marineoffiziers und der Nationalparkwächterin. Für die Versorgung kommt alle 4 Wochen ein Versorgungsschiff vorbei, wobei jedoch nicht planbar ist, ob es wirklich aufgrund der Wind- und Seegangsverhältnisse anlegen kann oder nicht.

Kap Hoorn selbst ist der südlichste Punkt der Welt vor der Antarktis. Nur 954 km trennt die Drake Passage Chiles Südspitze von der chilenischen Antarktisküste.

Es war ein sehr ergreifendes Gefühl, an diesem sagenumwobenen Kap zu stehen, wo es über 800 Schiffswracks gibt und mehr als 10.000 Seeleute den Tod fanden.

So ganz langsam wird uns das Herz schwer, denken wir an das morgige Ende dieser allzu phantastischen Reise. Wir haben eine Seestrecke erlebt, die nur Wenige nur einmal im Leben befahren. Die Magellanstraße besteht dieses Jahr bereits 500 Jahre seit ihrer Entdeckung. Sie sollte noch lange nach ihrer Entdeckung der Handelsschifffahrt dienen, was jedoch nie dazu kam, da der Panamakanal durch Mittelamerika gebaut wurde. Die Risiken des Handelns und der Schiffspassage konnten dadurch drastisch reduziert werden. Trotz allem hängt Kap Hoorn eine gewisse Romantik an. Die südlich davon verlaufende Drakepassage gilt als eines der schwierigsten Seestücke der Welt. Wir waren dort!

Nach einer kurzen Weiterfahrt wurde ein letztes Mal ausgebootet: Wulaia Bay. Wul = schön, aia = Bucht

Und wieder unternahmen wir eine Wanderung, dieses Mal zu einem Gipfel mit wunderschönem Ausblick über die Bucht. Als wir oben waren, regnete es jedoch leider, sodaß sich die Bucht in Nebel hüllte. Trotzdem war der Weg ansprucksvoll und schön - vorbei an dem Refugio von Bibern, ein Exemplar konnten wir versteckt im Gras bebaochten, und durch Wald.

Abends verloste der Kapitän den Schiffsstander. Johanna durfte dabei die Glückfee sein. Vom glücklichen Gewinner bekam sie anschließend eine Schokolade, worüber sie sich riesig freute. Anschließend gab es eine Lichtbild-Show der schönsten Reisefotographien einzelner Passagiere, die diese mit anderen teilen wollten. Johanna war ganz aufgeregt und drängelte ungemein, um ebenfalls 3 Pinguinbilder abzugeben, die später auch gezeigt wurden. Felix hatte auf dieser Reise endlich wieder seit den Niederlanden einen Freund gefunden. Jazz kam aus Alabama und mit seinen Eltern an Bord. Beide Jungs waren ständig zusammen zu sehen. Obwohl wir in den USA lange mit Wohnmobilen auf Campingplätzen unterwegs waren, hatten wir kaum Kontakt zu anderen Familien, da keine Ferienzeit war. In Curacao lebten wir ebenfalls nicht in einer klassischen Ferienanlage, wodurch auch kein Kontakt zu anderen Kindern oder Jugendlichen möglich war. Insofern war diese kurzzeitige Freundschaft an Bord sehr intensiv, auch wenn die komplette Unterhaltung eben in Englisch stattfand.

09.01.2020 Tiera del Fuegeo, Patagonien

Gegen 2.30 Uhr konnten wir nicht mehr schlafen – es schwankte und zwar heftig. Die kurzzeitige Pazifikfahrt brachte uns Welle von vorn mit Gischt bis zur 4. (obersten) Schiffsetage. Die Fährbesatzung hatte am Vorabend noch dazu aufgerufen, Kameratechnik nicht auf Tischen oder Sitzen abzulegen, da diese herunterfallen und zerbrechen könnte. Ich war wirklich froh, diese Ankündigung ernst genommen zu haben.

Nach dem Frühstück informierten wir uns dann ein bißchen über die Ureinwohner Patagoniens. Da gab es die Yamanas, die Selk‘nams, die Aonikenk u.a. Aber wie kamen diese Menschen von den Anfängen der Menschheit, aus Afrika, hierher? Die europäische Welt geht davon aus, dass die Völkerwanderung über die Behringstrasse erfolgte. In Chile selbst gibt es noch andere Theorien: Da die hiesigen Ureinwohner z.B. auch sehr stark im Kanubau und in dem Umgang mit ihnen um Kap Hoorn waren, könnte es auch sein, daß die Ureinwohner per Kanu oder großem Floß von Australien kamen. Thor Heyerdahl hat dazu ja auch einen Beweis mit seinem Floß Kon-Tiki angetreten.

Als Magellan 1520 Patagonien als separate Landmasse entdeckte, die getrennt vom antarktischen Kontinent existiert, begegnete er hier den Ureinwohnern als riesigen nackten Menschen. Er beschrieb sie als solch große Menschen, dass er selbst gerade mal bis an deren Hüfte heranreichte. Pata  gon heißt wohl großer Fußabdruck. Denn genau den hinterließen diese großen Menschen im Schnee. Insofern wurde danach dieses Gebiet benannt. Als einzige „Kleidung“ nutzten sie Felle von Guanacos, jedoch mit der Fellseite nach außen (die Art, wie es die Tiere selbst tun). Da die ersten europäischen Entdecker sich nicht mit den Ureinwohnern aufgrund der unterschiedlichen Sprachen verständigen konnten, gaben sie Ihnen die Namen nach den ersten verstandenen Worten. So wurden aus den Aonikenk Tehuelche, aus den Selk‘nam Ona und aus den Yamana Yagan usw. Ona bedeutet beispielsweise Mann des Nordens. Sicherlich meinte der begrüßte Selk‘nam einen Mann des Nordens vor sich zu haben und sprach ihn als solchen an. Nun war aber das erste Wort, was der europäischen Entdecker aus dem Mund des Selknam zu hören bekam „Ona“. Und schon wurde aus dem Stamm der Selk‘nam der Stamm der Ona. Erst viel später, als Ethnologen sich intensiver mit den Selk‘nam verständigen konnten, erkannten sie ihren Irrtum und nannten den Stamm Selk‘nam. Da war dieser Stamm jedoch schon lange als Ona bekannt. Solche Irrtümer wird es wohl bei allen neuentdeckten Stämmen oder Völkern auf der Erde gegeben haben. (Zum Beispiel bedeutet Kan-gu-ru in der Sprache der Ureinwohner Australiens „ich weiß es nicht“.) Die Ankunft der europäischen Siedler hier in Patagonien veränderte die Lebensformen der Ureinwohner grundsätzlich. Nacktheit wurde durch Kleidung bedeckt, abgegrenzte Besitztümer schränkten die Jagdgebiete ein, Vorratswirtschaft ersetzte das Nomadendasein. Später wurden die Ureinwohner selbst als „menschliche Zoos“ vorgeführt, getötet oder durch bislang unbekannte Krankheiten vernichtet. Von 5 in Südpatagonien ehemals als Nomaden lebenden Stämmen (Aonikenk, Selk’nam, Yamana, Manekenk, Kaweskar), gibt es heute nur noch von 2 Stämmen Nachfahren, welche sich auch ihrer ehemaligen Kultur bewußt sind - 1 Yamana und 24 Kaweskar, welche in Punta Arenas und Punta Eden leben.

Tierra del Fuego, Feuerland, ist eine Insel im südlichsten Bereich Patagoniens und wurde nach dem Rauch genannt. Die hier lebenden Ureinwohner nutzten Rauch für ihre Jagd nach Guanacos, welcher weithin sichtbar war. Rauch basiert auf Feuer – Feuerland.

Später am Tag wurden wir wiederholt in Zodiacs ausgebootet, dieses Mal am Pia Gletscher. Wie kann die Natur nur so schön sein! Wieder wanderten wir auf einer Gletschermoräne entlang, um die möglichst besten Ausblicke auf den Gletscher zu haben. Hellblau schimmerte das Eis zwischen den Geröllstücken, die ein Gletscher mittransportiert. Selbst ein Kalben des Gletschers war zweimal zu hören.

Zurück an Bord führte unsere Fahrt durch die Glacier Alley, vorbei am Romanche, Allemagne, French, Italy und Hollanda Glacier. An Deck war es mittlererweile bitterkalt und vereinzelt fielen selbst Schneeflocken vom Himmel. Ich tauschte mich viel mit einem älteren Herrn aus New York über die besten Photospots aus, welche wir abwechselnd entdeckten. Als wir diesem Herrn erzählten, das wir vor kurzem Ground Zero in New York besucht hatten, wurde sein Herz schwer. Er hatte von seinem damaligen Büro in der 5. Avenue direkten Blick auf das zweite Flugzeug gehabt, welches in die Zwillingstürme flog und sah danach die Türme einstürzen. Mehrere Freunde verlor er an diesem Tag.

08.01.2020 Tierra del Fuego, Chile

Nach einer kurzen Nacht, die wir größtenteils am Fenster mit Staunen verbrachten legten wir 08.50 Uhr zu einer ersten Wanderung auf Feuerland an. Natur pur. Nur ein kleiner Pfad von vielleicht 30 cm Breite zog sich durch die Vegetation entlang einer Gletschermoräne. Einerseits reduziert sich die Ausladung chilenischer Gletscher derzeit, während andere weiter wachsen. Dennoch sind genereller Klimawandel, welcher ständig seit Millionen von Jahren auf der Erde stattfindet und globale Erderwärmung seit der Industrialisierung ein Problem. Die Glaciologen unterscheiden zwischen Erdabkühlungsphasen (Eiszeiten) und Erwärmungsabschnitten. In Letzterem leben wir derzeit. Dieser Wechsel findet laufend in Zeiteinheiten von 100.00-400.000 Jahren statt. (Die letzte Eiszeit liegt 12.000 Jahre zurück.) Nun kommt aber noch der durch die Industrialisierung hervorgerufene Anstieg des Kohlendioxidausstoßes dazu. In der Antarktis finden stetig Messungen einer russischen Forschungsstation statt, welche einen dramatischen Anstieg des im Eis gespeicherten Kohlendioxidgehalts seit der Zeit der Industrialisierung beobachtet. Welche Auswirkung das konkret auf die Natur haben wird und wie schnell die Natur fähig ist, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen ist noch unklar. Dennoch sollten wir Menschen alles tun, uns die Natur zu erhalten und zu pflegen.

Wir zumindest wanderten in der Ainsworth Bay 2 km, mit einem Anstieg auf 110 Höhenmeter auf einer ehemaligen Gletschermoräne, wo sich nach dem Rückgang des Gletschers schnell eine funktionierende Flora und Fauna bildete. Besonders beeindruckend war eine immergrüne Pflanze, die etwa Busch- oder gar kleine Baumgröße erlangen kann, wobei sie überall hier in Patagonien wächst, egal, ob der Untergrund Felsen oder nährstoffreicher Boden ist. Die für mich schönsten Pflanzen waren kleine, etwa 20 cm hohe Büsche mit leuchtend pinkfarbenen bis dunkelroten Beeren – der patagonische Apfel. Unser nicht mehr als max. 30 cm breite Wanderweg verlief komplett durch  den Berg herunterlaufende Bäche bzw. über weichen schlammigen Boden, in den man mitunter knöcheltief einsank. Nur die Geräusche des eigenen Atmens und vereinzeltes Vogelgezwitscher begleitete uns. Zurück am Ufer ging es per Zodiacs wieder zur Fähre.

Die Weiterfahrt erfolgte durch traumhafte Landschaft, teilweise schneebedeckte Berge, durch Fjorde und vorbei an felsigen Inseln und Inselchen bis zum nächsten Ausbooten bei einer Kolonie Magellanpinguine, den Pinguinen ganz ähnlich sehenden Imperial Comorants und Felsenkomoranen. Wir durften die Insel nicht betreten. Und das war gut so. Die Seevögel hier, insbesondere die Pinguine wirkten sehr viel entspannter als auf der zuvor besuchten Isla Magdalena. Während dort ein unglaubliches Schreien und Lärmen vorherrschte, war die Pinguinkolonie auf Tuckers Islet komplett still. Pinguine sehen an Land sehr schlecht. Und trotz unserer knallig orangenen Rettungswesten konnten sie uns im angelandeten Zodiac nicht erkennen, fühlten sich dadurch nicht bedroht und watschelten in ihrem gewohnten Gang am Ufer entlang, um kurz darauf nach Fischen zu tauchen und die Beute dann ins Hinterland zu ihren Nestern zu bringen.

Eventuell hätten wir auf diesem Inselchen auch noch See-Elephanten sehen können, aber dieses Glück war uns dann doch nicht vergönnt. Die Tiere werden hier nicht für die Touris angefüttert, sondern kreuzen eben auf ihren Pfaden unseren Weg oder nicht. Das gilt auch für die Wale. Zurück an Bord stimmten wir uns auf eine etwas stürmische Nachtfahrt entlang der Pazifikküste ein.

07.01.2020 Punta Arenas, Chile -> Tierra del Fuego, Patagonien

Home schooling bis Mittag. Danach begaben wir uns zum Check In für eine 4 Tage andauernde Fährfahrt entlang der Küste Feuerlands. Schon der Fährterminal war aufregend und phantastisch zugleich gestaltet: überall Hinweise auf die antarktischen Gewässer und die Magellanstraße. Noch 4 Stunden bis zur Abfahrt. Wir gestalteten sie mit einem nochmaligen Bummel durch die Straßen Punta Arenas und einem Cafebesuch.

Endlich war es soweit. Johanna drängelte schon fast minütlich, wann die Triton-Crew wieder ein Schiff unter den Füßen spüren würde.

Wir wählen eben für unsere Auszeit die verschiedensten Verkehrsmittel und Unterkünfte. Nun soll es kurzzeitig mal eine Fähre sein.

Nach dem Boarding erfolgte das Ablegemanöver begleitet von Delfinen mit weißem Bauch. Auf einem Dalben am Abfahrtspier gähnte ein Seelöwe. Und die Fahrt in die Dämmerung entlang der Maggellanstraße, Feuerland an Backbord, begann.

06.01.2020 Punta Arenas, Chile 

ohne Worte

 

Seelöwen

05.01.2020 Punta Arenas, Chile

Obwohl der Tag für uns noch nicht einmal richtig begonnen hat, muß ich mal schnell bloggen. Wir haben nach über 12 Stunden Schlaf das Frühstück fast verschlafen. Frühstückszeit 7.30 Uhr bis 10.00 Uhr - wir schreckten 9.50 Uhr aus dem Tiefschlaf hoch und eilten schnell noch in den Frühstücksraum, wo uns eine sehr nette Bedienung empfing. Mit Händen und Füßen nutzend, klärten wir die Zubereitung des angebotenen Frühstücksei, was sehr lustig war. (Bitte mal austesten, auf diese Weise ein Spiegelei zu beschreiben.). Als wir wieder ins Zimmer kamen, dachten wir, es wären mehrere Hühner hier durchmarschiert. Überall lagen Federn. Unsere Betten bestehen aus einem Federbett, einer Decke und einem darum geschlungenen Laken. Und das Federbett reißt an allen Nähten auf. 

Wir sind nun tatsächlich in einer komplett anderen Welt angekommen: das Haus besteht innen und außen nur aus unverputzten Sperrholzwänden, der noch in der Verschalung betonierte Treppenaufgang ist offen für die Elektrikverkabelung, die Sicherungen liegen ohne Kasten offen in der Wand und trotzdem ist es schön, hier zu sein. Das Abenteuer lockt!

Heute ist Sonntag und die Stadt ist mit ihren vergitterten und geschlossenen Geschäften wie ausgekehrt. Einheimische reparieren an ihren Häusern, Touristen trudeln mit Kameras bewaffnet durch die Straßen - so auch wir. Eigentlich waren wir gerade auf dem Weg zum Friedhof, welcher im "Lonely Planet" als Sehenswürdigkeit Nr. 1 von Punta Arenas beschrieben ist, da fanden wir unterwegs einen kleinen Tourveranstalter, welcher uns anbot binnen der nächsten 10 Minuten eine Fahrt zum Fort Bulnes mit engl. Führung durchzuführen. Wir sagten zu und schon bald stand der Kleinbus bereits halb gefüllt vor der Tür. Wir waren seine letzten Passagiere und los gings in südlicher Richtung entlang der Magellanstraße zum Fort Bulnes. Chile endete vor 1840 bei dem weit nördlich gelegenen Puerto Montt. Als die Chilenen jedoch die Magellanstraße als wichtige Schiffahrtsstraße zwischen dem Atlantik und Pazifik erkannten, wurden 20 Chilenen ausgesandt, ein Fort nahe Feuerland in Patagonien zu errichten und so dieses Land für Chile zu besetzen. Allerdings waren die Lebensumstände hier aufgrund der starken Stürme sehr widrig, sodaß eine bessere Gegend gesucht wurde. Man gründete vor ca. 150 Jahren Punta Arenas, ebenfalls an der Magellanstraße.

Fort Bulnes besitzt einen komplett das Fort umgebenden Palisadenzaun, eine Kapelle und einige Holzhäuser, welche teilweise nachgebaut, teilweise noch original erhalten sind.

Unser Guide fuhr anschließend mit uns noch zu einem Museum, welches sich innerhalb des Fort Bulnes Nationalparks befand und die Entwicklung der Schifffahrt auf der Magellanstraße darstellte. Magellan entdeckte auf seiner Reise, 1520 diese Verbindung zwischen dem Atlantik und dem Pazifik. Damit veränderte sich das damalige Bild der Welt als Scheibe in die heutige globale Sichtweise. Warum machten sich damals Menschen auf, diese gewaltigen Risiken einzugehen, von der vermutlichen Scheibe zu fallen bzw. sich widrigsten Witterungsbedingungen auszusetzen? Ein Päckchen Pfeffer galt wertvoller als ein Menschenleben. Magellan sollte im Auftrag der spanischen Krone einen westlichen Weg zu den Gewürzinseln (den Molukken/ Indonesien) finden. Er selbst überquerte als erster Mensch von Europa kommend den Pazifik und wurde auf den Phillippinen ermordet, aber der Beweis, daß die Erde rund ist, war erbracht als ein Teil seiner Mannschaft nach Spanien zurückkehrte. Sir Francis Drake gelang 1577 bis 1580 die zweite Weltumseglung.

Für uns sieht die Magellanstraße fast selbst wie ein Meer aus. Von Punta Arenas aus bemerkt man das gegenüberliegende Ufer nicht, obwohl auf der Landkarte Punta Arenas fast inmitten des südlichen Patagonien zu liegen scheint. Weiter südlich, am Fort Bulnes konnten wir die Berge am anderen Ufer teilweise sehen oder in der Ferne erahnen.

04.01.2020 Santiago de Chile -> Punta Arenas, Chile

Nach 8 h Flug erreichten wir heute früh gegen 7.20 Uhr Santiago. Der Landeanflug in diese für uns neue Welt war sehr vielversprechend und ich bin schon ein bißchen traurig, Santiago und das benachbarte Valparaiso nicht kennenzulernen. Aber nach Rückfragen beim auswärtigen Amt sagte man mir, Santiago derzeit doch noch eher zu meiden. In Curacao trafen wir einen Deutschen, welcher im Januar nach Valparaiso fliegen wollte, aufgrund der derzeitigen Unruhen aber seinen Flug storniert hat. Also flogen wir nach ca. 3h Flughafenaufenthalt, ohne Santiago einen Besuch abzustatten, weiter zu unserem Endziel Patagonien. Patagonien - das ist für mich eines der größten Abenteuer, was unser Planet zu bieten hat. Die Karibik gefiel uns zwar sehr, war aber viel zu heiß. Der Norden ist mittlererweile zu kalt. Deshalb überlegten wir, auf die Südhalbkugel zu gehen. Der Ziele und wunderbaren Reisegebiete gibt es in dort viele, aber keines hat eine solche Sogwirkung, wie Patagonien für mich. Die Hauptreisezeit für diesen südlichsten Zipfel Südamerikas ist November bis Mitte März, womit der Januar wahrscheinlich perfekt passen sollte. Meine Familie kennt eh schon lange meinen Wunsch, endlich Pinguine und Eis zu sehen, also galt es nur noch alles zu organisieren.

Der Flug von Santiago nach Punta Arenas ließ uns bereits den Atem anhalten. Die Bergwelt unter uns war wunderschön, nahezu ohne sichtbare menschliche Spuren. Da waren Gletscher, die sich ins Tal wälzten, türkisfarbene Gletscherseen, tiefblaue Bergseen, mäandernde Flüsse und die hohen Berge der Anden. 

In Punta Arenas angekommen, mußten wir zunächst erstmal Bargeld besorgen, was bei vergitterten und mit Blech zugebauten Banken und nur auf spanisch funktionierenden Geldautomaten nicht so ganz einfach war. Nach einem wunderbaren Fischessen im Mercato officiale (Markt) lassen wir den Tag nun noch geruhsam austrudeln, bevor wir völlig übermüdet, nach 36 wachen Stunden, ins Bett fallen.

03.01.2020 Miami Florida -> Santiago de Chile 

Nach Home schooling und Wäscherei bestellten wir uns noch eine Riesenpizza und vertrödelten die Zeit bis zum Abflug. Heute sollte es weiter ins nächste Abenteuer gehen. 21.15 Uhr hob das Flugzeug in Richtung Südamerika ab. Aufgrund aktueller politischer Unruhen in Santiago und Valparaiso legten wir unseren Flug so, daß Santiago nur als Zwischenziel und Transitaufenthalt gilt. 

02.01.2020 Fontein Curacao -> Miami Florida

Als Zwischenstation für unsere weitere Reise brauchen wir Miami. Also flogen wir am Abend hierher. Vorher hatten wir noch zwei weitere Gepäckstücke auf den Weg nach Nossen geschickt und uns von Klaus und Heidi verabschiedet. Es war eine sehr schöne Begegnung in Curacao.

Ja, Curacao werden wir vermissen. Während in den USA nahezu jeder Schritt organisiert erscheint, ist Curacao einfach wohltuend ursprünglich. Das Essen war karibisch anders: fruchtig, nicht fettig - eben dushi (das meistverwendete Wort in Curacao für lecker, süß, einen netten Menschen, ..  einfach dushi). Die Insel selbst ist grün. Im Wesentlichen beherrschen Kakteen, Palmen und Schirmakazien das Bild. Die Sonne brennt heiß vom immer wolkenbedeckten Himmel und ein steter warmer Passatwind weht. Jetzt haben wir so richtig begriffen, weshalb die ABC-Insel die Inseln unter dem Wind genannt werden. Die Fauna Curacaos besteht in bunten Tieren in Luft und Wasser und vielen Geckos und Leguanen an Land. Ansonsten sind noch ein paar Ziegen und streunende Hunde unterwegs. Während die Gegend um Willemstad eher flach ist, wird der Westteil der Insel von bergigem Gelände beherrscht. An der rauen Luvseite ist eine wunderschöne Steilküste zu finden. Die Leeseite verfügt über viele kleine Badebuchten mit seichtem Zugang zum türkisfarbenen Meer. Willemstad, die Hauptstadt ist quirlig bunt. Aber das schönste an Curacao sind die immer freundlichen Menschen, deren Mundwinkel generell zu einem Lächeln neigen. Mit einem einfachen "Bon dia", "Bon dade" oder "Bon nutschi" (gespr., Schreibweise mir unbekannt) für "Guten Tag" auf Papiamento je nach Tageszeit, lassen sich bereits Herzen öffnen und Auskunft oder Hilfe war für uns als Touris schnell erhältlich.

Da wir gleich am ersten Tag Klaus und später auch seine Frau Heidi kennenlernten, erhielten wir auch die eine oder andere sehr interessante Hintergrundinfo zu diesem touristischen Paradies so nah vor Venezuelas Küste (60 km). Schön, Euch kennengelernt zu haben! 

Nachdem wir mit der Triton auf dem Wasser in Europa und später mit WoMo oder Auto auf den Straßen in den USA immer in Bewegung und recht aktiv waren, lernten wir in Curacao auf Islandtime umzuschalten. Mehr als 30 Grad Celsius liegen doch etwas über unserer Betriebstemperatur. 

01.01.2020 Fontein Curacao

Allen Bloglesern wünschen wir ein erfolgreiches, gesundes und friedliches neues Jahr 2020!

 

Nach einem herzlichen Anstoßen mit Klaus und Heidi auf der Pontonbrücke suchten wir einen Weg durch die weiter feiernden Menschen und fanden unter Knallern und Feuerwerksraketen den Weg zum Auto, um weiterhin begleitet von Feuerwerk in die Inselmitte zu unserem Ferienhaus zu fahren. Einen Jahreswechsel den wir ganz bestimmt nie vergessen werden.

Nach langem Ausschlafen fuhren wir nochmal zu einem der wunderschönen karibischen Curacao-Strände - nach Porte Mari. Das Schnorcheln hatte noch nie soviel Spaß gemacht wie dort. Endlich war Johanna wirklich umgeben von ihren ersehnten bunten Fischen. Auch sahen wir eine kleine Conch-Muschel unter Wasser und viele Hirnkorallen. Es war fantastisch!

Danach schauten wir nochmal bei unserer "Stammbar" in Westpunt vorbei, um den letzten alkoholfreien Pina Colada zu geniessen. Bei frischem Fisch in der Ferienwohnung endet derzeit der Tag. Jetzt wollen wir nur noch unserer eigentlich alljährlichen Silvestertradition fröhnen und "Dinner for one" im Internet anschauen.