31.07.2019 Neuwerk -> Cuxhaven

In der Nacht erlebten wir ein starkes Gewitter über Neuwerk im Heu. Ich hatte mächtig Angst, daß ein Blitz einschlagen könnte, da das Heu um uns herum ja alles sehr sehr trocken war. Aber zum Glück ging alles gut.

Gleich früh kam der Hufschmied und Johanna schaute mit ihren 2 neuen Freundinnen interessiert zu. Nach dem Abschied von Ihren Mädels bestiegen wir die Fähre zurück nach Cuxhaven, wo wir frohen Mutes von dem hiesigen Werftchef mit guten Nachrichten begrüßt wurden. Der Krantermin für den 02.08. steht.

30.07.2019 Neuwerk

Wattwanderung zu den Seehundbänken

voraussichtlicher Krantermin der Triton  = 2.8.19

Wir sehnen uns so sehr danach, mit der Triton wieder in See zu stechen und planen schon die nächsten Schläge. 

29.07.2019 Neuwerk

Ein weiterer Inseltag - Heute früh erhielten wir einen wunderbaren Anruf von unserem Werftchef aus Cuxhaven, worin er uns mitteilte, daß die Arbeiten am Saildrive laufen und die Lage optimistisch aussieht. Natürlich lassen wir aber gleich beide Saildrives überprüfen. Der Saildrive ist ein Teil des jeweiligen Motors. Diese befinden sich wiederum unter unseren Betten. Wir mußten also die Triton verlassen, um den Bootsbauern nicht im Wege zu sein. Die gesamte Gegend um Cuxhaven hat jedoch gerade Hauptsaison, sodass ich glücklicherweise auf der Insel Neuwerk eine Unterkunft für uns finden konnte. Allerdings müssen wir jeden Tag die Zimmer bzw. Unterkünfte wechseln (incl. Übernachtung im Heu). Hier geniessen wir nun die Nordsee im Wechsel der Gezeiten. Johanna kümmert sich glücklich den ganzen Tag um die Pferde, welche hier zur Unterkunft gehören und vor die Wattwagen nach Cuxhaven gespannt werden. 

Gestern erhielten wir sehr ermutigende Worte in einer ganz besonderen Email, wofür wir uns ganz herzlich bedanken. Vielleicht spielen uns Reparaturen und Wetter noch weitere Streiche, dennoch bleibt der Weg unser Ziel. Sobald die Triton wieder ins Wasser kann, legen wir ab, um weiter westwärts zu gehen, soweit  der Wind uns treibt. Die psychische Belastung ist derzeit sehr stark, da wir in Gedanken immer bei dem "was wäre wenn" sind und uns nicht mit unserer aktuellen Lage zufrieden geben wollen. Aber vor einigen Tagen sagte ein mit uns am Steg liegender Segler: "Ihr wolltet das Abenteuer. Und jetzt seid ihr doch bereits mittendrin." Und wenn ich mir so unseren Blog anschaue, haben wir doch schon so einiges erlebt. Wir lassen uns nicht unterkriegen und setzen zunächst alle Hoffnungen auf die Cuxhavener Werft. Vielen Dank an den Email-Versender!

28.07.2019 Neuwerk

Leuchtturm Neuwerk

27.07.2019 Neuwerk

Wattwagentour nach Scharnhörn

26.07.2019 Cuxhaven (-> Neuwerk)

Krantermin: Zum Zeitpunkt des Auskranens war Niedrigwasser, wodurch die Triton ca. 7 m aus dem "Keller" bis in das Werftgelände hochgehoben werden mußte. Dazu kam ein 240 t Kran, welcher seine Gewichte per separatem Lkw erhielt. Wir standen staunend daneben und drückten die Daumen, dass alles gut ging.

Danach bestiegen wir die Fähre nach Neuwerk, um somit eine Nordseeinsel mitten im Wattenmeer zu erleben. 

25.07.2019 Brunsbüttel -> Cuxhaven

Der Vorabend hatte ja bzgl. des Ölstandes wieder sehr schlechte Eindrücke für uns bereit. Also entschieden wir zwei Großen heute morgen gegen 06.30 Uhr und einer schlaflosen Nacht unser Abenteuer zu beenden. Als jedoch Felix (heute Geburtstagskind) aufstand und uns so traurig und bedrückt gegenüberstand, konnte er uns zu einem Umdenken bewegen. Insofern organisierte ich 08.00 Uhr eine Werft in Cuxhaven, die uns innerhalb der nächsten Woche auskranen und hoffentlich die Triton reparieren kann. Auf ging es also nach der Ausschleusung aus dem NOK zur Rauschefahrt auf der Elbe nach Cuxhaven bei ablaufender Tide. Höchstgeschwindigkeit 9,1 kn! Und wieder begegneten uns die Großen, die alle per Funk angekündigt und überwacht wurden. 

Aktuell liegen wir in der 3. deutschen Werft und haben schon 3 Wochen Zeitverzug. Mindestens eine weitere Woche kündigt sich nun an. Da der Saildrive allerdings das letzte Element ist, welches nicht im Winterlager angefasst wurde, hoffen wir diese Pleiten, Pech und Pannenstrecke auch irgendwann mal zu beenden.

Um hier zu den Sanitäranlagen zu kommen müssen wir eine ca. 4 m hohe Spundwand (bei Niedrigwasser) senkrecht hochklettern. Nach einmaliger Kletteraktion bat ich Felix per Schlauchboot zu einem anderen besser begehbaren Steg zu rudern.

Die Werft wird uns wahrscheinlich morgen auskranen, um ab Montag den Saildrive zu reparieren. Das milchige Saildrive-Öl enthält wohl doch Wasser, was bedeutet, dass die Abdichtung erneuert werden muss. Zusätzlich scheint die Verbindung zwischen Motor und Saildrive undicht zu sein, weshalb wir schwarzes Öl im Motorraum finden.

Am Spätnachmittag/ Abend liefen wir bei brütender Hitze in die Innenstadt und aßen ein Geburtstagseis für Felix. 

24.07.2019 Holtenau -> Brunsbüttel (NOK)

07.00 Uhr - der Hafenmeister weckte uns, um Hafengeld zu kassieren und Micha schaute natürlich sofort nach dem Ölzustand. Kein abgesetztes Wasser, aber: wieder Öl im Motorraum. Die Monteure aus Laboe sind bereits auf dem Wasserweg zu uns unterwegs. In den nächsten Stunden entscheidet sich, ob wir in Richtung NOK weiterfahren können oder unser jahrelanger Traum geplatzt ist. Nachdem die Monteure nach ca. 30 min wieder fuhren und nochmals bestätigten, dass die Motoren dicht seien, starteten wir gegen 10.00 Uhr in Richtung Brunsbüttel am Ende des NOK.

Der NOK darf nur von Sonnenaufgang (3.00 Uhr) bis Sonnenuntergang (21.30 Uhr) befahren werden. Zunächst warteten wir ca. 1 h auf die Schleusenöffnung in Holtenau.

Felix war dabei der Held des Tages, er musste in der Schleuse auf die Schwimmstege absteigen und die Leinen befestigen. Johanna fotografierte wie wild, während Micha und ich von Bord aus das Leinenhandling übernahmen.

Just in dem Moment, als wir in Rendsburg das Kanalcafe mit Webcam passierten, löste bei uns ein Alarm aus. 4x Herzstillstand, sofortige Kontrolle des Ölstandes im Motorraum, Kontrolle sämtlicher Systeme - außer dem Verdacht einer möglichen Kollisisonskurswarnung mit einem anderen Fahrzeug fanden wir keine Lösung. Etwa 5 Minuten später erhielten wir einen Anruf aus der Heimat, ob wir denn den Willkommensgruß in Rendsburg vernommen hätten. Da hat also tatsächlich ein begeisterter EDV-Freak von Mafrino uns ferngesteuert. Mann, waren wir erleichtert, als wir diese Lösung und die doch sehr nett gemeinte Ursache kannten! Er löste kurzzeitig unseren bordeigenen Alarm per Fernsteuerung aus.

Während der Kanalfahrt (insges. ca. 100 km), die spätestens nach KM 30 langweilig und eintönig wird, passierten uns mehrere Große.

Punkt 21.25 Uhr erreichten wir dann den Hafen Brunsbüttel und machten im Päckchen fest und kontrollierten nach einem späten Nachtmahl noch den Ölstand im Motorraum: viel schwarzes Öl in Bilge.

23.07.2019 Laboe -> Holtenau

Ja, die letzten auststehenden Motorteile sind endlich gegen 11.00 Uhr angekommen und wurden eingebaut. Das neue Großfall konnte auch gezogen werden. Und endlich, endlich stand nur noch die Testfahrt an, welche auch ohne größere Schäden verlief. Noch schnell ein Tankstopp eingelegt und los ging es nach Holtenau in Richtung NOK.

Aber was war das? Als wir in Holtenau ankamen, fanden wir Öl im Steuerbordmotorraum. Mit einem hier ebenfalls auf die Schleusung wartenden Segler krochen Michael und Felix in den Motorraum und wischten alles trocken bzw. untersuchten Schlauch für Schlauch, um eine Leckage festzustellen. Auch vom Saildrive pumpten die drei überschüssiges Öl ab. Der andere Segler meinte, wir sollten wegen des aufgeschäumten Zustandes warten, ob sich über Nacht Wasser absetzt. Das würde bedeuten, von unten kommt durch den Saildrive Wasser ins Schiff. Um diesen Fehler zu beheben, müßte die Triton aus dem Wasser und unsere Reise/ Traum wäre wegen damit zusammenhängendem Zeitverzug beendet.

Johanna stand mitten in der Nacht zweimal auf, weckte uns überglücklich, um zu verkünden, daß sich noch kein Wasser abgesetzt hätte.

22.07.2019 Laboe

Dieses Mal bekamen wir im verregneten Laboe gute Nachrichten. Der Techniker für den Motor war heute an Bord und brachte die Lichtmaschine mit. Auch den kurzen Testlauf bestand unser Backbordmotor mit Bravour. Morgen kommt noch die letzte Wärmetauscherdichtung für den Steuerbordmotor und das neue Großfall und dann...  Ja dann geht es hoffentlich nach einer Testfahrt und Tankstopp in Richtung NOK.

21.07.2019 Laboe

Es ist so kalt in Laboe - absolut kein Sommerwetter mit Baden und Strand.

Kleinere Optimierungsarbeiten an Bootststuhl und Trampolin sowie Abdichtung von Johannas Fenster und Ausbesserung kleinerer Schadstellen im Gelcoat.  Danach spielten wir mit den Kindern "Name, Stadt, Land".

Felix bringt uns abends/ nachts noch per Schlauchboot zu den Sanitäranlagen.

20.07.2019 Laboe

Das zweite Wochenende in Laboe beginnt. Wir haben uns noch nie so sehr den Montag herbeigesehnt, da ja dann die Werftarbeiten fortgesetzt werden könnten. Aktuell sind die Erneuerung des Großfalls und die Komplettierung der Motoren offen.

Über unseren Blog bekommen wir in diesen Tagen so viele nette Worte des Zuspruchs und Trostes - an alle Leser und Mitfühlenden: vielen Dank! Uns helfen diese Worte sehr.

Heute Abend erlebten wir unser erstes Gewitter an Bord und fühlten uns auf der Triton sehr sicher. Bis auf Johannas Kabine scheinen alle Fenster dicht zu sein. (Dieser Baustelle widmen wir uns dann morgen. Morgen ist ja auch noch ein Tag - in Laboe.)

Ach ja, wir bewegten uns heute sogar ein Stückchen - zwei Hafenmeister schleppten uns vor Gewitterbeginn von dem bisherigen Steg, direkt an der Hafeneinfahrt, zum werfteigenen Steg, wo wir nun etwas geschützter vor Wellen und Schwell sind.

(Von zwei anderen Blauwasserbekannten erfuhren wir, daß diese ebensolche Startschwierigkeiten haben wie wir. Ein Pärchen hatte im NOK Motorschaden und traute sich nach längerem Beratschlagen dennoch die Überführung über die Nordsee, um in einer niederländischen Werft anzukommen. Eine andere Familie liegt ebenfalls bereits seit 14 Tagen in einem Mittelmeerhafen und wartet auf diverse Werfteinsätze.)

19.07.2019 Laboe

Morgens baten wir die Werft noch einmal, alles in Bewegung zu setzen, die Lieferung und den Einbau der Lichtmaschine eventuell doch noch zu beschleunigen. Mittags kam dann der ersehnte Anruf: mit viel Glück kann die geplante Mittwochlieferung auf Dienstag vorverlegt werden.

Ansonsten starteten wir heute die Bordschule für beide Kinder. Mit Johanna übten wir Geometrie (Körper und Körpernetze). Für Felix gingen wir noch einmal in das Laboeer Marinemuseum, um die Entwicklung der deutschen Marine vom Kaiserreich bis zum Ende des ersten Weltkrieges kennenzulernen (Schulfach Geschichte Klasse 8: Entwicklung Deutschlands während der Kaiserzeit bis Ende erster Weltkrieg).

Zwischendurch legten wir noch eine Pause bei der Seenotretterstation hier in Laboe ein. Diese Menschen leisten eine wirklich tollte Arbeit!

18.07.2019 Laboe

Pleiten, Pech und Pannen gehen weiter: Wir erfuhren am Nachmittag von der Werft, daß sich die Lieferung der Lichtmaschine noch bis Mittwoch nächste Woche verzögert. Wir sitzen also weiterhin hier fest!

17.07.2019 Laboe

Nach dem gestrigen Tief, verlief der Tag heute bei Sonne und blauem Himmel mit weiteren Reparaturfortschritten. Allerdings begann der Tag leider mit einem Arbeitsunfall einer Segelreparaturfirma auf der Triton. Unser Großfall war irreparabel verdrillt und wir können damit das Großsegel nicht komplett hissen. Also mußte jemand in den Mast, um ein neues Fall anzubringen. Beim Bedienen der Elektrowinsch erwies sich diese jedoch stärker als der Finger des Bedieners. Da der Unfall bei uns an Bord geschah, wünschten wir dem Betroffenen abends noch mit Wein und "Gesund-Mach-Obstkorb" gute Besserung. Auch die Motorreparaturfirma stand am Nachmittag auf dem Steg und vervollkommnete unsere Motoren. Trotzdem gilt es noch auf die Lichtmaschine zu warten. Wir hoffen so sehr, dass sie vielleicht schon morgen, statt Freitag kommt. Zumindest sicherte uns der entsprechende Werftmitarbeiter zu, sie noch einzubauen, auch wenn diese erst kurz vor seinem Feierabend eintreffen sollte. 

Mit dieser positiven Nachricht sagten wir vier am Abend wenigstens per Schlauch- und Paddelboot "Leinen los", um in der an die Marina angrenzenden Bucht die Angeln auszuwerfen und zu picknicken.

16.07.2019 Laboe

Gegen 9.00 Uhr war ein Funkspezialist an Bord, der uns die GPS-Daten mit dem UKW-Funkgerät abglich und uns später noch das Radargerät erklärte. Ansonsten brachte uns der Tag ein Stimmungstief bezüglich des Festsitzens in Laboe. Um uns wenigstens ein bißchen aufzuheitern fuhren wir nach Kiel, um dort einen Yachtshop aufzusuchen. (Die Stimmung konnte damit jedoch nicht gehoben, sondern nur der Geldbeutel erleichtert werden.)

15.07.2019 Laboe

Gleich 8.00 Uhr kam der Motormechaniker, welcher am frühen Nachmittag feststellte, daß beide Motoren außer dem aufgetretenen Fehler sehr gut in Ordnung sind. (Endlich mal eine positive Nachricht!) Später übernahm der Elektriker unseren Backbord-Motorenraum und baute eine neue Starterbatterie ein. Auf die Lieferung der neuen Lichtmaschine müssen wir nun tatsächlich wahrscheinlich bis Freitag hier warten. Unser Motorproblem vom 10.07. hatte also zwei Ursachen: zu alte Starterbatterie und festgefahrene Lichtmaschine (Lagerschaden. Um diese Wartezeit zu nutzen, wurden auch noch die Dieseleinspritzdüsen beider Motoren zur Wartung gebracht. Wir hoffen wirklich inständig, Samstag unseren Törn fortsetzen zu können. 

14.07.2019 Laboe

Ein sehr geselliger Tag: Früh verbrachten unsere 2 kleinen Übernachtungsgäste mit unseren Kindern einen schönen Vormittag. Danach besuchte uns Verwandtschaft von Michael und abends hießen uns noch erst vor Kurzem neu kennengelernte nette Bekannte bei einem Glas Wein hier in Laboe willkommen. 

13.07.2019 Laboe

Bei uns fanden wieder kleinere Reparaturen/ Ausrüstungsoptimierungen an Bord statt. 

Sechs glückliche Kinder tourten gemeinsam mit verschiedensten Fortbewegungsmitteln durch den Hafen, während draussen die Großen vorbeiziehen. 

12.07.2019 Laboe

Eigentlich kannten wir bislang in Laboe keine Menschenseele, dennoch ist der heutige Abend bereits der zweite in guter Gesellschaft gewesen. Segelfreunde, welche wir vor 5 Jahren in unserem damaligen Segelurlaub kennenlernten und seitdem Jahr für Jahr wiedertrafen, begrüßten uns heute auch in Laboe. Die schon lange befreundeten Kinder fuhren bis ca. 23.00 Uhr im Hafengelände mit Schlauchboot und Paddelboot herum. 

Was passierte heute sonst noch? Der von uns sehnlichst herbeigewünschte Elektriker untersuchte sämtliche Verkabelungen, um herauszubekommen, warum unsere Lichtmaschine vor der Hafeneinfahrt Laboe qualmte. Am Montag wird er nochmal zu uns kommen, um die Reparatur fortzuführen. Uns stimmte dieser Einsatz schon wieder etwas positiv. Dennoch müssen wir wahrscheinlich bis Ende nä. Woche hier auf Ersatzteile und weitere Motorarbeiten warten.

11.07.2019 Laboe

Absoluter Tiefpunkt! Heute früh erfuhren wir von der Werft vor Ort, dass wir bis Ende nächster Woche wegen unserem Motorschaden noch hier festsitzen. Unsere Niedergeschlagenheit war kaum in Worte zu fassen. Um den Tag noch irgendwie zu gestalten, schauten wir uns zu viert Laboe an. Wir besuchten das U-Boot-Museum und das Marine-Mahnmal. Irgendwie passte unsere eh sehr gedrückte Stimmung und der aufgekommene Regen zu dem ergreifenden Mahnmal.

 

Nach einem guten Essen im Hafen lernten wir noch einen Nordsee-Segler kennen, welcher uns Tipps für die Querung der Nordsee und des Wattenmeeres an Bord seiner Yacht gab.

Und plötzlich hellte sich unser Tag auf. (Manchmal braucht man eben Engel.) Neben dem fremden Boot stand ein junger Mann mit Weinflasche und stellte sich als Überbringer von lieben Grüßen aus der Verwandtschaft vor. Es wurde noch ein wunderschöner Abend bei uns an Bord. Danke den Organisatoren!

PS: Den Blog werde ich wahrscheinlich erst weiterführen, wenn wir wieder in See stechen können (hoffentlich in ca. 1 Woche). Bis dahin warten wir auf die anstehenden Reparatureinsätze und harren der Dinge die da kommen. Um uns die Zeit nicht zu lang werden zu lassen, erkunden wir Laboe und Umgebung. Denn genau das ist es, was wir auch an anderen Orten jetzt getan hätten - Ortschaften nahe der jeweiligen Marinas kennenzulernen.

10.07.2019 Arnis -> Laboe

Endlich Start! 7.15 Uhr legten wir in Arnis ab und erreichten nach einer wunderschönen Fahrt gegen 13.00 Uhr unser Tagesziel Kiel Laboe. Aber was war das? Kurz vor der Hafeneinfahrt Laboe stank und qualmte unser Backbordmotor. Von der hiesigen Schiffswerft kamen dann am Spätnachmittag zwei Mitarbeiter vorbei, um festzustellen, daß diverse Schläuche am Motor beschädigt waren und die Lichtmaschine kochend heiß ist, da die verbundene Elektrik Probleme macht. Lösung: Morgen werden die Schläuche erneuert und am Freitag (7. Tag) kommt ein Elektriker vorbei. Um nicht ganz in mieser Stimmung und Niedergeschlagenheit zu ertrinken, werden wir uns morgen einen Strandtag in Laboe gönnen. Wir haben Zeit - und dazu gehört es eben auch, auf eine wieder mal anstehende Reparatur zu warten.

09.07.2019 Arnis

Bei einem kurzen Probetörn auf der Schlei kalibrierten wir heute früh den Autopiloten und schufen eine Verbindung zwischen UKW-Funkgerät und GPS-Signal. Nachdem Felix noch bis zur ersten Saling hochgezogen wurde, um zwei Leinen anzubringen, blendete uns die Abendsonne beim Gitarrenspiel. Die Triton ist endlich abfahrbereit und die Route für morgen ist auf dem Plotter ebenfalls vorprogrammiert. 

08.07.2019 Arnis

Und wieder geht ein sehr arbeitsreicher Tag zu Ende. Leider liegen wir immer noch in Arnis. Bei dem hiesigen Yachtausstatter erfuhr ich, daß es allen Losseglern so geht und unser aktueller Reparaturbedarf und das vorherrschende Chaos keine Besonderheit darstellen.

07.07.2019 Arnis

Es ist unglaublich, wie viel Arbeit es ist, dass Boot für ein Jahr einzurichten. Es sind schon fast chaotische Zustände. Morgen, so hoffen wir, haben wir dann unser Auto sowie die vorausgeschickten Gitterboxen und Europaletten komplett aus- und die TRITON eingeräumt. 

06.07.2019 Arnis

Gestern fuhren wir voller Vorfreude und noch den Augen voller glitzernder Tränen nach Arnis zu unserer Triton. Unterwegs erhielten wir bereits zwei Anrufe von anderen Fahrtenseglern. Das ließ uns zumindest den Zusammenhalt der großen Blauwasserfamilie erahnen, zu der wir nun ein ganzes Jahr gehören dürfen.

Und dann begann er ...

der typische Beginn eines Langfahrttörns: keine Stromverfügbarkeit an Bord und kein Trinkwasser - und wir dachten, wir wären sooo gut vorbereitet und bleiben von den üblichen Startproblemen, wovon wir im Vorfeld immer wieder gelesen hatten, verschont. Insofern gestaltete sich der ganze Tag, welcher eigentlich der Verproviantierung und des Einräumens gelten sollte, als chaotischer Arbeitstag. Aber mit der Hilfe guter Freunde zu Hause und kompetenter Unterstützung vor Ort sehen die Probleme nun zumindest lösbar aus. Wir stellten heute fest, dass der Inverter nicht funktionierte. Aber der neue ist mittlerweile unterwegs. Und, aus dem "wir machen mal schnell" ist ein Tageswerk ohne Ende mit vielen, vielen Kindern geworden. So müssen auch gleich noch der Auspuff auf der Steuerbordseite gewechselt und die Schläuche des Boilers erneuert werden.